Meine Dicki   !!!
 
Nachdem wir in unsere eigenen 4 Wände eingezogen war hatten wir den Platz und Möglichkeit einen 3. Hund aufzunehmen.
 
Jetzt sollte es ein Tervuere aus Arbeits-(Malinois)-Linien sein !
 
Ich bekam von Frau Erna Bossi den Tip auf den Schweizer Züchter Hans Bornhauser und seinem Zwinger „von der Roten Platte“ !
 
Da ich von Teasys Züchter noch einen Welpen gut hatte machten wir eine Wahlfahrt über Belgien in die Schweiz : der belgische Mali-Welpe überzeugte mich nicht so und so fiel meine Entscheidung für den Tervueren : ich wählte den hellsten Welpen aus dem Wurf (obwohl mir die dunklen Tervueren besser gefallen . . .)
 
Mit 8 Wochen holten wir sie ab. Am Vorabend, der erste Kontakt : pure Ablehung, ich konnte sie kaum halten, so wehrte sie sich . . .   :-(
 
Als wir sie morgens abholten war ich nur froh das sie noch so klein war : sie hat sich mit allen 4 Pfoten dagegen gesträubt ins Auto gereicht zu werden . . .
 
Fam. Bornhauser wohnte etwas oberhalb von Chur : bereits als wir unten angekommen sind, hatte sie sich ihrem Schiksal ergeben und mich akzeptiert – von da an liebte sie mich abgöttisch !!!
 
Dicki war ein rotzfrecher, selbstbewußter Welpe der Menschen nicht unbedingt mochte : nicht das sie bösartig war, sie wurde nur kiebig wenn man ihr aufdringlich wurde. Ansonsten war sie ein sehr sozialer und umgänglicher Hund !!!
Sie war ein Hund der mir richtig Spaß machte und ich lernte mit ihr auch unendlich viel !
Ich führte Dicki im VPG + THS auf Landesmeisterschaften, unser einzige Knaxpunkt war die Fährte, hier hatte ich in der Ausbildung einfach zu viele Defizite !
Bedingt durch meinen damaligen Ausbilder, der mir den Hund immer wieder schlecht reden wollte, suchte ich meine Bestätigungen auf Auswärts-Prüfungen : dafür das ihr nicht mehr als eine vereinseigene SchH1 zugetraut wurde, hat sie mit 2 maliger Teilnahme an der Landesmeisterschaft doch bewiesen das auch ein Tervuere sehr gute Arbeit leisten kann !!!
Leider waren ihre Leistung und ihr super Wesen nicht zuchtrelevant, auch ein auf einer Zuchtschau errungenes „Sehr Gut“ wurde bei der Körung nicht anerkannt : Sie bekam als Tervueren keine Zuchtzulassung !
 
Dafür bekam ich den Tip sie als Malinois umschreiben zu lassen und da ich mit ihr mal just-for-fun die ZTP vom DMC mitgemacht und bestanden hatte, hatte ich auf einmal einen zuchttauglichen Malinois . . .
Eigentlich wollte ich damals für unseren ersten Wurf den Bunk einsetzen, nur habe ich ihn leider so kurzfristig nicht mehr genehmigt bekommen.
Deswegen habe ich dann Dart genommen, ein Rüde der mir auch sehr gut gefiel und auch nicht ganz so weit stand . . .
Als Züchter war ich mit dem Ergebnis des Wurfes nicht zufrieden und da Dicki auch schon 7 Jahre alt war wollte ich keinen weiteren Versuch mehr wagen.
Mein einzigster Trost war, das wenigstens die Welpen-Käufer mit ihren Kiebitzen glücklich und zufrieden waren !
 
Wo ich bei diesem Wurf ins schwärmen komme : Dicki war eine super Mutter !!!
Sie säugte ihre Kinder bis zur 4. Woche komplett, und sogar bis über Abgabe der Welpen hinaus : mit der 10. Woche haben wir Dicki von den letzten beiden noch verbliebenen Welpen entwöhnt . . .
Nach dem Füttern mußten wir sie einige Stunden wegsperren damit sie ihr Futter für sich behält !!!
 
Dicki war ein toller Hund und ich wünsche mir Tervueren, die dieses tolle Wesen und die Arbeitsveranlagung hätten !!!
 
Bis ins hohe Alter blieb Dicki bis auf einen Schlaganfall mit 13 Jahren gesund, ihre Anhänglichkeit zu mir kosteten ihr das Leben : mit knapp 15 Jahren konnte sie mir nicht schnell genug folgen, rutsche auf den Fliesen aus und brach sich dabei den Oberschenkelhals : leider sahen alle möglichen Prognosen nach einem sehr ungewissen und langen Leidensweg aus, den ich ihr erspart habe : Sie durfte ohne lange Quälerei in meinen Armen einschlafen . . .
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